Impulse zum Jahreskreis

Impulse zur Karwoche 2024

Die Karwoche ist Herzstück und Ziel der österlichen Fastenzeit sie ist die Woche unmittelbar vor Ostern.
Innerhalb der Karwoche, der “Heiligen Woche”, sind der Palmsonntag, Gründonnerstag und der Karfreitag sowie die Osternacht besondere Höhepunkte. Die biblische Texte und die Feier des Gottesdienst des Gründonnerstages bis zur Osternacht heißt das “triduum paschale”, die drei Tage der “Feier des Leidens, Sterbens und der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus”.

Palmsonntag

Was begeistert Dich?

Bei welchem „Hype“ bist Du gern dabei?

Wo hast Du das Gefühl „Hier geht was“?

Gute Fragen zum Palmsonntag und zum Start in die Karwoche. Denn die Heilige Woche startet mit einem Fest der Begeisterung. Jesus kommt nach Jerusalem und da geht es so richtig ab. Da ist Lärm, da ist Tumult, ein Ausnahmezustand.

Ein Hype - und zwar einer, der bis heute dauert. Diese Woche ist eine gute Woche, sich zu fragen: “Wofür brenne ich eigentlich?“. „Was fesselt mich so, dass es mich nicht mehr loslässt?“. „Wofür würde ich auf die Straße gehen?“

Guter Gott,
Du kennst uns richtig gut und weißt, was wir denken, was wir fühlen. Du kennst unsere Highlights und Enttäuschungen. Danke, dass Du unsere Fragen und Anlie­ gen ernst nimmst und wir zu Dir kommen können.
Amen

 

Bibelstelle zum Nachlesen: Mt 21, 8-11
Bild: Ökumenischer Jugendkreuzweg 2024

Karfreitag

Sieht es Ausweglos aus?

DeinMagenziehtsichzusammen. Dir wird heiß und kalt. Du bemerkst den Angstschweiß auf deiner Stirn und wie sich deine Nackenhaare aufstellen.

So oder so ähnlich, fühlen wir uns, wenn wir Angst und Schmerzen erwarten.

Zwei Arten von Schmerzen sind mir am stärksten bekannten:

  • Körperliche Schmerzenz.B. wie in der Sekunde, in der du von Fahrrad fällst und den Aufprall schon kommen siehst.
  • Emotionaler Schmerz: z.B., wenn du eine Vorahnung hast, dass dich ein Lieblingsmensch verlassen will oder muss.

Vielleicht das flaue Gefühl im Magen, wenn du vor einer Prüfung stehst oder am Montagmorgen kurz vor der Schule.

In der Bibel steht:

„…Und sie kreuzigten ihn. Und sie teilten seine Kleider und warfen das Los darum, wer was bekommen sollte“... (Mk 15,24)

 

Schauen wir gemeinsam die Situation Jesus am Kreuz:

Erschöpft, gepeinigt und gedemütigt liegt Jesus auf dem harten Holz des Kreuzes. Er ahnt bereits jetzt, was ihm zusteht.

Er spürt, wie die Spitze des ersten Nagels an seine Handfläche gesetzt wird. Er weiß, was nun kommen wird: Der erste Nagel wird durch seine Hand getrieben. Klong!!! Ebenso durch seine andere Hand und die Füße. Klong!!!

Am aufgerichteten Kreuz fällt ihm das Atmen schwer. Sein Körpergewicht verstärkt den Druck auf die Wunden an Händen und Füßen. Er weiß, dass es keinen Ausweg aus dieser Situation gibt.

 

Impulsfragen:

  • WannhastduSchmerzenerlebt?
  • Welchen Momenten hast du dich aussichtslos gefühlte?
  • Hattest du schon einmal Schuld an Schmerzen anderer?
  • Nimm dir einen Moment Zeit, um zu betrachten wie es Dir mit den Themen Schmerzen und Angst in deinem Leben geht:

Jesus zeigt uns am Kreuz sein Vertrauen im Gott Vater, der ihm zur Seite steht.

Jesus zeigt uns, dass es manchmal wenig Auswege geben, um schwierigen Momenten zu umgehen.

Aber er zeigt uns auch, dass wir in diesen Momenten des Lebens nicht allein sind.

 

Es ist wichtig den Menschen, die wir lieben, unsere Ängste und Zweifel anzuvertrauen

Es ist wichtig, sie eventuell zur Seite zu holen.

Es ist wichtig, Kraft für den Moment und die Situationen irgendwo zu schöpfen.

Es ist wichtig, für uns zu sorgen.

Es gibt immer einen Weg aus jeder schwierigen Situation, den wir uns nehmen können. Dafür müssen wir es wollen.

(Mk 15,24)

 

Gebet:

Guter Gott,

wir erleben immer wieder Momente der Angst. Auch Ich habe schon Schmerzen erlebt.

Es gibt auf dieser Erde Menschen, die, so wie Jesus am Kreuz, größere Schmerzen ertragen müssen. Es gibt auch Menschen, die keinen Ausweg aus ihrer schwierigen Situation sehen.

Lieber Gott, hilf uns schwere Momente des Lebens zu überstehen.

Gibt uns Kraft, um diese Schmerzen zu ertragen.

Zeig uns alle Auswege aus den Momenten, vor denen wir uns fürchten. Lasse uns nicht andere Menschen Schmerzen zufügen

Amen.

Karsamstag

Der Karsamstag ist eine Challenge.

Irgendwie leer. Hinter uns ein Ende, ein Abschied, ein Schock. Und das Neue ist noch nicht in Sicht.

Wie soll man das aushalten?

Und überhaupt - sind nicht überall nur Sachen, die nicht auszuhalten sind? Kriege, Leid, Elend. Der ganze Wahnsinn muss doch ein Ende haben! Laut schreist Du es heraus!

Der Karsamstag ist ein guter Anlass, sich zu fragen: „Wogegen würde ich am liebsten protestieren?“. „Was möchte ich nicht länger aushalten und ertragen?“. Und: “Was gibt mir Hoffnung?“ Du Gott des Lebens, die Welt, in der wir leben, scheint ausein­anderzufallen. Manchmal wird uns das alles zu viel.

Doch dann keimt diese Stimme in uns auf, hoffnungsvoll und voller Mut. Wir stehen ein für ein Leben in Frieden und Würde.

Danke, dass Du durch Dein lebensbejahendes Wort uns immer wieder Trost und Mut schenkst. Amen.

Bibelstelle: Lk 23,27-29 Bild: Ökumenischer Jugendkreuzweg 2024

Ostern

Die Frauen haben mit dem toten Jesus gerechnet. Mit Grab und Stein und Ende.

Jetzt stehen sie da - und was woanders liegt, ist der Stein. Das Grab ist leer!

Jesus, lebt! Erst dringen die Worte nur wie durch einen Schleier an ihr Ohr, dann wird die Botschaft immer deutlicher: Fürchtet euch nicht. Er ist nicht hier. Geht schnell! Das ist die Botschaft: Jesus ist auferstanden! Es ist nicht vorbei. Es geht weiter! 

Nach der Scheidung der Eltern, dem Sitzenbleiben in der Schule, dem Verlassenwerden von der großen Liebe, dem Betrogen werden vom besten Freund. Es ist nicht vorbei. Es geht weiter! Du kannst noch gar nicht so richtig verstehen, woher diese Kraft kommt. Aber auf einmal: Morgens im Bett kommt dir als Erstes was in den Sinn, worauf du dich freust! Deine Schritte auf der Straße sind schnell und klar. Du steuerst was an. Dir ist bewusst: Ich bin wichtig. In dir breitet sich Wärme aus. Und diese Kraft. Immer mehr. Du lachst! Krass. Du lachst! Endlich wieder! Wie war das mit dem Die-ganze­ Welt-Umarmen?

 

Gebet

Gott, Du starke Kraft!

Dass Du nicht willst, dass Menschen er­ starren - wie tot sind,

dass Du Bewegung reinbringst, wo nichts mehr möglich scheint,

dafür loben wir Dich.

Dass wir Dir wichtig sind, dass wir hier wichtig sind,

dass Du uns willst und brauchst, dafür danken wir Dir.

Schenk uns die Offenheit, uns das sagen zu lassen.

Schenk uns so Schwung für den Sprung ins Leben.

Amen.


Advent & Weihnachten: „Was mache ich, was machen wir daraus?“

Nun beginnt wieder der Advent und ich stelle mir die Frage: „Was mache ich, was machen wir daraus?“

Diese Frage beschäftigt mich jedes Jahr erneut und immer mehr erkenne ich, wie wir Menschen uns von der wahren Bedeutung dieser Zeit entfernen.

Es ist wieder Herbst und der Winter ist nicht mehr weit!

Draußen wird es immer kälter; die Tage werden kürzer und sehr schnell dunkel; der Schnee färbt in diesem Jahr die Landschaft etwas früher weiß. Die Wärme und das Licht der Lagerfeuer und Feuerstätten spenden unserem Gemüt Ruhe in der tristen Jahreszeit.

Ich persönlich hätte lieber die Vorzüge des Sommers mit seiner Wärme zurück, aber der Dezember ist bei uns in Deutschland so.

Endlich Ruhe! Nein! Denn jetzt beginnen das Chaos und die stressigen Momente des Jahres:
Die Vorweihnachts-Zeit.

Nun beginnt wieder der Advent und ich stelle mir die Frage: „Was mache ich, was machen wir daraus?“

Das lateinische Wort „Advent“ bedeutet wörtlich übersetzt "Ankunft". Die Adventszeit verweist uns auf die Ankunft Jesu Christi, dessen Geburt wir an Weihnachten feiern.

Und mit dieser Erkenntnis habe ich wieder die Frage: „Wo oder Wann kommen Wir an“?

Ankommen bedeutet, am Ziel zu sein, umzukehren, zuhause zu sein; zur Ruhe zu kommen. All diese Aspekte sind eigentlich genau das Gegenteil dessen, was ich gerade erlebe. Vielleicht ist es bei dir gerade auch nicht anders?

Mein Smartphone, die Nachrichten, die Straßen; die Städte, die Christkindlmärkte und öfter mal die Menschen um mich um herum beschleunigen mehr und mehr mein Lebens-Tempo. Ich habe damit oft das Gefühl, nirgendwo 100% zu sein und mit niemandem 100% präsent zu sein. Ich fühle mich zerbrochen und zerstückelt in 100 Teile meiner Selbst, die mehr und mehr zerbröseln und nie zu einer Ganzheit kommen.

Nun beginnt wieder der Advent und ich stelle mir die Frage: „Was mache ich, was machen wir daraus?“

Wenn „Ankommen“ bedeutet, meinen Fokus wieder zu schärfen, bedeutet es mir zugleich, dass ich etwas dazugewinne. Ich bin herausgefordert, die Orte und die Momente des Lebens genauer zu erleben, sie in ihrer Ganzheit zu entdecken und alles, was möglich ist, zu entschleunigen. Es geht hier um eine Wiederentdeckung der Zeit, der Langeweile und der Bedeutung von Allem, was um mich herum geschieht. Es sind Menschen, eventuell Freunde, die „analog“ an meinem Lebensweg teilnehmen oder Situationen und Momente, die mich tief berühren und stärken.

Nun beginnt wieder der Advent und ich stelle mir die Frage: „Was mache ich, was machen wir daraus?“

Wir feiern am 25. Dezember die Geburt Jesu. Gott wird Mensch und er nimmt Heimat unter uns.

In der Geschichte der Geburt Jesu, hören wir immer wieder das Beispiel der drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar, die alles liegen lassen, um sich auf den Weg zum Kind Jesus zu machen. Sie entscheiden sich radikal für dieses Kind und richten trotz ihrer persönlichen Aufgaben und Pflichten ihren Fokus ausschließlich dorthin. Die Haltung der drei Könige zeigt mir erneut, welche Chance die Adventszeit uns gibt. Die Chance, uns wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren! Es geht hier nicht darum, dass wir die Technologie und die Entwicklung unserer Zeit ablehnen, sondern dass wir unseren eigenen Fokus auf die wichtigen Momente und Menschen schärfen.

Nun beginnt wieder der Advent und ich stelle mir die Frage: „Was mache ich, was machen wir daraus?“

Du, Gott der Anfänge, der uns die Einfachheit zeigt; der uns das Heil der Welt gibt, schenke uns die Kraft und die Stärke, wenn wir zweifeln. Hilf uns, wenn wir nicht mehr wissen, wie es weitergeht. Du bist Der Gott des Friedens; ein Mensch gewordener Gott in all unseren menschlichen Wesen.

Lass uns durch die Geburt deines Sohnes erkennen, was uns tagtäglich wesentlich im Leben ist. Bleib bei uns und bring der Welt durch Deine Haltung den Frieden aller Völker dieser Erde.

Text: Eric da Silva de Lima       

Wir Jugendstelle Giesing, Perlach und Ottobrunn wünschen Dir und Familie ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr 2024.


Die Weihnachtsgeschichte

Die Weihnachtsgeschichte aus dem Evangelium nach Lukas (2,1-20)

1 Es geschah aber in jenen Tagen, dass ein Gebot vom Kaiser Augustus ausging, den ganzen Erdkreis aufzuschreiben. 2 Dieser Zensus war der erste, er geschah, als Quirinius über Syrien herrschte. 3 Und alle gingen, sich aufschreiben zu lassen, ein jeder in seine eigene Stadt. 4 Da ging auch Joseph aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, 5 um sich einzutragen mit Maria, seiner Angetrauten; die war schwanger. 6 Es geschah aber, als sie dort waren, dass sich die Tage erfüllten, dass sie gebären sollte, 7 und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen, und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, denn in der Herberge war kein Platz für sie. 8 Und Hirten waren in jener Gegend auf dem Felde bei den Hürden und hielten Nachtwachen bei ihrer Herde. 9 Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie, und sie fürchteten sich sehr. 10Und es sagte ihnen der Engel: „Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch eine große Freude, die dem ganzen Volk bereitet ist; 11denn heute ist euch der Retter geboren, der ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. 12Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden ein Kind, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegen.“ 13Und plötzlich war mit dem Engel die Fülle der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: 14„Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens.“ 15Und es geschah, als die Engel von ihnen fort in den Himmel gefahren waren, da sagten die Hirten untereinander: „Auf, lasst uns nach Bethlehem gehen und dieses Ereignis sehen, das der Herr uns kundgetan hat.“ 16Und sie kamen eilends und fanden Maria und Joseph und das Kind in der Krippe liegen. 17Als sie es aber sahen, gaben sie Kunde von dem Wort, das ihnen über dieses Kind gesagt worden war. 18 Und alle, die es hörten, staunten über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten. 19Maria aber bewahrte alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. 20Und es kehrten die Hirten zurück und priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie es ihnen gesagt worden war.

Übersetzung:  Thomas Söding

Podcast mitgehoertzugehoert - Weihnachtsspecial 22 - CREW

Unseren Podcast findet ihr unter anderem auf

SPOTIFY - DEEZER - APPEL Podcast 

über unseren RSS-Feed: https://jugendraum.podigee.io/feed/mp3

Klicke einfach auf das Bild um es anzuhören! 

weitere Gedanken zum Advent- und Weihnachtszeit

Die Sache mit dem Schenken - Gedanken zum dritten Advent

Der Dritte Adventssonntag steht ganz im Zeichen der Freude:

GAUDATE - FREUT EUCH!
Der Herr ist nahe, es dauert nicht mehr lange.
Freut euch, etwas Großes wird  passieren.
Bereitet euch vor auf die Ankunft des Herrn.

Vorfreude auf Weihnachten. Auf das großartige Geschenk der überwältigenden Liebe Gottes zu uns Menschen, die Geburt Jesus Chtristus in einer Krippe in 

Wie kommt das Schenken in die Welt
Ein Geschek zu machen ist sicher älter als 2000 Jahre und in allen Kulturkreisen bekannt. Für uns Christen ist Schenken aber ganz eng mit der Weihnachtsbotschaft verbunden.
Die Geburt Jesu und noch mehr sein Leben und Sterben ist das Geschenk Gottes an die ganze Menschheit, Kern der Weihnachtsbotschaft. An Weihnachten einander zu beschenken, damit erinnern wir an diese Botschaft. Und dabei ist die Idee des Schenkens wohl das größte Geschenk.
Ich mache mir Gedanken um einen Anderen, eine Andere, überlege mir, mit was ich ihm oder ihr eine Freude machen kann und freue mich über deren Freude.
 

 

 

Geschichten vom Schenken

Geschichten zum (Ver)schenken

Der Weihnachtswichtel
An einem Morgen im Advent entdeckt Maximilian ein kleines Päckchen vor seiner Tür. "Für Maximilian von deinem Weihnachtswichtel" stand darauf. Weihnachtswichtel? Ganz aufgeregt packt Maximillian das kleine Päckchen auf. Komisch, die kleine Legofigur hatte er sich doch schon so lange gewünscht. Aber wer war dieser Weihnahtswichtel?  "Wer bist du" ruft Maximillian zur Türe hinaus. Aber da war niemand mehr. Maximillian wundert sich immer mehr. Wer war das, der im dieses tolle Geschenk vor die Türe gelegt hat.
"Das ist ein alter Adventsbrauch" erzählt im später sein Freund Jan. und fügt hinzu: "Aber du darfst nie erfahren, wer dein Wichtel ist!"
Das versteht Maximilian nicht. Er findet das blöde und er würde doch gerne  "Danke" sagen.
Doch Jan erwiedert ihm: "Ich finde es spannend und die Adventszeit ist doch eine Zeit der Geheimnisse, findest du nicht auch?" Geheimnisse mag Maximillian schon. Aber er ist auch zu neugierig. Wer ist bloß dieser Weihnachtswichtel? Maximillian schaut Jan an und entdeckt ein verschmitztes Grinsen. Eine Gedanke schießt ihm durch den Kopf. Ob wohl Jan der geheimnisvolle Weihnachtswichtel ist?
Da kommt ihm eine Idee. Morgen legt er ein Päckchen vor Jans Tür. Nie wird Jan erraten, dass er sein Weihnachtswichtel ist.

Voller Vorfreude sieht Maximilian das ratlose Gesicht seines Freundes vor sich. Und dann begreift er. "Komisch" murmelt er vor sich hin.
 „Schenken macht viel mehr Spaß als selbst etwas geschenkt zu bekommen. Da braucht man ja gar kein "Dankeschön".

 

Eine Geschichte vom Schenken und Beschenkt werden
Della weinte. Ein Dollar und 87 Cents. Das war ihre ganze Barschaft am Heiligen Abend. Wie sollte sie davon ein Geschenk für ihren Mann kaufen?
Mit verweinten Augen vor dem Spiegel stehend, kam ihr eine Idee. Es gab zwei Dinge, die ihr ganzer Stolz von Della und Jim waren: seine goldene Uhr und ihr wunderschönes, langes wallendes Haar.
„Ich verkaufe meine Haare“, sagte sie sich, „dann habe ich Geld, um ihm sein Weihnachtsgeschenk kaufen zu können“.
Gesagt, getan. Sie fand ein Geschäft, das Haar aufkaufte. 
Für das erworbene Geld kaufte sie für Jim die langersehnte Uhrkette für seine goldene Taschenuhr. Endlich würde er sie auch öffentlich zeigen können. 
Als Jim nach Hause kommt und seine Frau mit dem geschorenen Kopf sieht, wird er bleich. Nicht, weil er sie so nicht mehr leiden konnte, sondern wegen seines Weihnachtsgeschenkes für sie. Es sind die vielen kleinen Kämme und Spangen, vor denen sie oft bewundernd gestanden hatte. Sie hätten herrlich ausgesehen in ihren langen Haaren.
Della versucht ihn zu trösten: „Sie wachsen ganz schnell wieder nach“.
Und dann erzählt sie ihm, warum ihre Haare so kurz sind und reicht ihm das Päckchen mit der kostbaren Uhrkette. „Ist sie nicht ein Prachtstück, Jim? Ich habe die ganze Stadt abgesucht, bis ich sie gefunden habe. Du musst jetzt hundertmal am Tag auf die Uhr schauen“.
Jim lässt sich auf die Couch fallen. Aber dann huscht ein verschmitztes Lächeln über sein Gesicht. 
„Della“, sagt er, „wir wollen unsere Weihnachtsgeschenke wegpacken und eine Weile aufheben. Sie sind zu schön, als dass wir sie gleich benützen könnten. Ich habe die Uhr verkauft, um das Geld für deine Kämme zu bekommen."

 

Warum bis Weihnachten warten?

Warum bis Weihnachten warten?

Ein Geschenk zu bekommen, macht Freude:
Es zeigt mir, jemand denkt an mich, ich bin ihm wichtig, ich bin ihr wichtig. Das ist ein tolles Gefühl.

Also warum mit dem Schenken bis zur Weihnachtszeit warten oder zum Geburtstag.
Kleine Geschenke im Alltag machen Freude, zeigen ich mag dich, du bist mir wichtig:
Die Schokolade als kleine Aufmerksamkeit zwischendurch
Die kleine Geste der Zuneigung z.B. ein aufmuntender Blick oder ein Lächeln
Der Zuspuch, der wieder Mut macht
Die Einladung zum gemeinsamen kochen oder spazieren gehen
Die gemeinsame Zeit, die ich verschenke
...
Es müssen nicht immer die großen Gescheke sein.

Ideen für die Vorweihnachtszeit:

 Das Friedenslicht
Heute am dritten Advent kommt das Friedenslicht nach München in die Frauenkirche und danach vielleicht auch in deine Pfarrei. Dort kannst du es in den nächsten Tagen holen, an einer Kerze entzünden und zu einem anderen Menschen tragen, ein Zeichen des Friedens und der Hoffnung.
Weitere Informationen zum Friedenslicht findest du auf unserer Homepage.

Der Weihnachtsbaum to go
Diese Idee stammt vo einem ehemaligen Kollegen. Wir haben diese Bäumchen im vergangenen Jahr in der Weihachtszeit in einer Fußgängerzone verteilt. Es war wunderschön zu sehen, wie immer wieder ein Lächeln über die Gesichter der Beschenkten huschte.
Hier eine kleine Bastelanleitung.

Sternenschmuck für den Weihnachtsbaum oder die Weihnachtsgirlande
Ich feiere Weihnachten immer mit meiner Familie, meiner Schwester und meinem Schwager mit ihren Kindern und meiner Mutter. Seit Jahren schenke ich an den Adventssonntagen einen selbstgebastelten Stern für den Weihnachtsbaum unter dem wir gemeinsam feiern.
Bastelanleitungen für wunderschöne Sterne findest du im Internet.

DIE IDEE DES SCHENKENS - EINANDER GESCHENK SEIN

 

Du bist ein Geschenk

6. Dezember – Hl. Nikolaus

Mit dem Nikolaustag verbinden viele Kinder weltweit den Brauch, am Vorabend ihre geputzten Stiefel vor die Tür zu stellen, die dann in der Nacht vom Nikolaus mit Leckereien wie Schokolade, Lebkuchen und Nüssen gefüllt werden.

Bei uns in der Alpenregion Bayerns ist der heilige Mann vor allem wegen seinen düsteren Begleitern, den Kramperln, bekannt. Gemeinsam besuchen sie die Kinder, um sie zu Loben und zu Tadeln und bringen ein Nikolaus-Sackerl für jedes Kind mit.

Weihnachtsmannfrei Zone

Der heilige Nikolaus hat in der Weihnachtszeit mit einem starken Konkurrenten zu kämpfen, der außer seinem Äußeren nicht viel mit dem damaligen Bischof von Myra gemeinsam hat; dem Weihnachtsmann.

Der heilige Nikolaus war viel mehr als all das!

Er war ein angesehener Bischof, der durch seine vielen guten Taten bis in unsere Zeit hinein einer der beliebtesten Heiligen ist.

Er war bekannt für seine Nächstenliebe und uneigennützige Hilfsbereitschaft.

Seine Botschaft ist so jung geblieben, wie am ersten Tag - einfach Gutes tun!

 

Der Hl. Nikolaus wird gerne mit drei goldenen Äpfeln in der Hand dargestellt.

Aber was hat es mit den 3 Äpfeln auf sich?

„Einst lebte ein Mann, der drei Töchter hatte.

Er selbst war so krank, dass er nicht arbeiten

konnte und seine Frau war gestorben. So lebte

die Familie in großer Armut, denn ohne das

nötige Geld konnte der Vater seine drei Töchter

nicht versorgen. So blieb ihm in seiner Not

nichts anderes übrig als die Mädchen auf dem

Marktplatz als niederne Mägde anzubieten.

Der junge Nikolaus war zur gleichen Zeit

gerade Erbe eines großen Vermögens geworden

und ihm kam die Not der Mädchen zu Ohren.

Er beschloss sofort zu handeln und der Familie

zu helfen. In der Nacht trat er heimlich an das

geöffnete Fenster, hinter dem die drei Mädchen

tief und fest schliefen. Vorsichtig warf er drei

Goldklumpen hinein. Sie hatten die Form von

Äpfeln. Um die Mädchen nicht zu wecken,

schlich Nikolaus sich leise wieder davon. Am

nächsten Morgen entdeckte die jüngste Tochter

die reiche Gabe und weckte sogleich ihren Vater

und ihre beiden Schwestern. Die Erleichterung

der Familie war groß und die Not der drei

Mädchen schlagartig beendet. Sie mussten nie

wieder unlautere Dienste verrichten und ihr

Vater konnte seinen Töchtern nun sogar eine

reiche Aussteuer mitgeben. Und jede von ihnen

suchte und fand einen Gemahl, mit dem sie

fortan glücklich und zufrieden lebte.»

Der Hl. Nikolaus wird gerne mit drei goldenen

Äpfeln in der Hand dargestellt.

Aber was hat es mit den 3 Äpfeln auf sich?

 

Text in Anlehnung an VIVAT!: Sylvia Scheifler

Quelle: Advent in Tüten - Kath. Jugendstellen Berchtesgadener Land und im Landkreis Traunstein

 

Das Nikolausfest 2022 feiern

Hier haben wir Ideen für das Nikolausfest mit Kindern zusammengestellt, denn In diesem Jahr steht einer Feier mit dem Besuch des Heiligen Nikolaus hoffentlich nichts mehr im Weg. Viel Spaß beim Stöbern und Entdecken.

Klicken auf das Bild

2. Advent - Hl. Barbara

Heute, am 4.12. feiern wir die hl. Barbara. Sie gehört zu den 14 Nothelfern der katholischen Kirche.

Wer war die Hl. Barbara?

Der Überlieferung zufolge lebte Barbara als Tochter eines reichen Kaufmanns im 3. Jahrhundert in Nikomedien in der heutigen Türkei. Ihr Vater Dioscuros wollte Barbara verheiraten, aber sie wollte lieber ihr Leben Christus widmen. 

Ihr heidnischer Vater war mit ihrem Bekenntnis zum Christentum überhaupt nicht einverstanden. Trotz seiner teils grausamen Maßnahmen - so sperrte er sie z.B. jahrelang in einem Turm ein - behielt Barbara ihren christlichen Glauben bei. Da brachte sie ihr Vater vor Gericht und enthauptete sie schließlich eigenhändig. Später soll der Vater vom Blitz erschlagen worden sein.

Heute gilt die Hl. Bartbara als Schutzpatronin vieler Berufsgruppen wie Architekten, Bauarbeiter und Dachdecker. Auch für die Bergleute ist sie die Schutzheilige, sowie für die Gefangenen und Sterbenden.

Was haben Kirschzweige damit zu tun?

Am 4.12. schneidet man im Garten Kirschzweige ab und stellt sie in der warmen Wohnung ins Wasser. Diese fangen langsam an, ihre Knospen zu öffnen, so dass sie bis Weihnachten in voller Pracht blühen.

Im Winter stehen diese Zweige für Hoffnung und neues Leben. 

Dieser Brauch geht auf die Sage zurück, dass Barbara auf dem Weg ins Gefängnis an einem Kirschzweig hängen geblieben sein soll, die daraufhin abbrachen. Sie nahm die Zweige mit in ihr Gefängnis und stellte sie in ein Wasser. Am Tag Ihrer Enthauptung sollen sie in voller Pracht geblüht haben.

 

In manchen Regionen beschriften junge Frauen einzelne Barbarazweige mit den Namen ihrer Verehrer. Der Zweig der als erstes erblüht, soll dann als Entscheidung für den künftigen Ehemann gelten. 

Gedanken zum 1. Advent

 

Advent ohne Adventskranz: Fast Unvorstellbar.
Ich kenne viele, die in jedem Jahr ihren Adventskranz selbst binden und gestalten. Auch an der Jugendstelle Perlach haben wir uns in der vergangenen Woche dazu getroffen, gemeinsam gebunden und geratscht und uns auf den Advent eingestimmt. 
Der Adventskranz begleitet uns durch diese Zeit von Sonntag zu Sonntag: Vier Kerzen auf einem grünen, verzierten Tannenkranz.

Advent:
Eine Zeit der Vor-Bereitung
Eine Zeit der Er-Wartung
Eine Zeit der Vor-Freude

Aber:
Warum ist der Adventskranz rund?
Und woher stammt der Brauch?
Und warum vier Kerzen?

Die Geschichte des Adventskranzes
Angeblich hat Johann Hinrich Wichern, ein evangelischer Pfarrer aus Hamburg, den Adventskranz erfunden. Dort leitete er das "Rauhe Haus", ein Heim für bedürftige Kinder. Im Jahr 1839 kam ihm eine zündende Idee:
Er nahm ein altes Kutschenrad aus Holz und befestigte Kerzen darauf. Für die Sonntage nahm er große weiße Kerzen, für die Wochentage des Advents kleine rote. Dann hängte er das kerzengeschmückte Wagenrad an die Decke des Saals und zündete jeden Tag eine neue Kerze an. An den Sonntagen die großen weißen und an den Werktagen die kleinen roten.
Von Hamburg aus eroberte der Adventskranz das ganze Land, ab 1925 hielt er auch Einzug in die katholischen Kirchen.

Vier Kerzen für den Adventskranz
Ein Wagenrad war zu groß für die meisten Haushalte und so wurden die tannengeschmückten Kränze nur noch mit 4 Kerzen geschmückt: Eine für jeden Adventssonntag.
Dass es vier Sonntage sind, liegt an Papst Gregor I. Er verfügte im Mittelalter, dass der Advent, die Zeit der Vorbereitung auf die "Ankunft des Herrn", vier Sonntage haben soll.
Die Kerzen stehen für das Licht, das den Menschen an Weihnachten durch die Geburt Jesu geschenkt wird.

Und warum ist der Adventskranz rund
Auch dass der ursprüngliche Kranz ein rundes Wagenrad war, passte gut: Denn er hat  keinen Anfang und kein Ende.
So steht der Kranz als Bild für die Unendlichkeit Gottes und seine unendliche Liebe zu den Menschen.
Die Kreisform symbolisiert zudem auch den runden Erdkreis und ist eine Erinnerung an die Auferstehung von Jesus Christus, Symbol für das ewige Leben.

Ein Segensgebet, dass du bevor du die erste Kerze am 1. Adventssonttag entzündest, sprechen kannst
Guter Gott, von dir kommt alles Leben und in dir ist keine Finsternis.
Dieser Glaube führt uns zusammen und lässt uns mit Freude die Zeit des Advents beginnen.
Wir kommen zusammen, weil wir spüren, dass uns die Gemeinschaft näher zu dir bringt.
Wir kommen zusammen, weil wir um deinen Segen für unser Leben bitten.

Du lebendig machender Gott!
Segne diesen Kranz und lass die Tage des Advents für uns eine Zeit der Lebendigkeit werden.
Lebendigkeit, die hilft, dass sich Leben entfalten kann.
Lebendigkeit, die schützt, was durch Unachtsamkeit und Egoismus bedroht wird.
Du bist unser Leben – wachse in uns, wenn wir uns um den Kranz zusammensetzen.

Du Gott unserer Zukunft!
Segne diese grünen Zweige, damit sie uns zu einem Zeichen der Hoffnung werden.
Hoffnung auf ein sinnvolles und geglücktes Leben.
Hoffnung auf die Vollendung unseres Lebens die durch Jesus schon begonnen hat. 
Du bist unser Leben – wachse in uns, wenn uns die grünen Zweige des Adventkranzes zum Zusammensitzen einladen.

Du lichtvoller Gott!
Segne diese Kerzen, damit sie uns zum Zeichen deines Lichtes werden.
Licht, das uns Orientierung und Sicherheit schenkt.
Licht, das uns an Jesus erinnert, dem Licht unserer Welt.
Du bist unser Leben – wachse in uns, wenn wir das Licht der Adventkranzkerzen betrachte

So segne uns der uns liebende Gott,
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.
Auszug aus Mag. Erwin Löschberger, Graz, 2012

ER-WARTUNG
Advent ist die Zeit der Erwartung und der Vorfreude. Erwartung das heißt auch Warten und Warten können.
Bei der Vorbereitung zu diesen Impulsen hat uns Christine diese kleine Gechichte erzählt, eine Geschichte aus ihren Kindertagen von ihrer Mma.

Am 30. November saß Anne in ihrem Zimmer, in den Händen hielt sie ihren neuen, schönen und bunten Advenzskalender. Die Mama hat ihn ihr beim Gute-Nacht-Sagen gegeben und sagte dazu: "Ich bin sicher, in diesem Jahr wirst du nicht die Fenster deines Adventskalenders vorher alle auf einmal  aufmachen!" Anne erinnerte sich an das vergangene Jahr. Sie war so neugierig gewsen, was sich wohl hinter den einzelnen Türchen ihres Kalenders verbergen würde: ein Stern, eine Glocke oder vielleicht ein Engel, ein Spielzeug ... Und was an welchem Tag. Am 5. Dezember konnte sie ihre Neugier nicht mehr zähmen, sie machte alle Fenster auf einmal auf. Klar es war erst einmal toll gewesen, alle zu sehen. 
Ihre Elten waren traurig. Aber noch schlimmer war, dass sie selbst keine Freude mehr hatte an ihrem Kalender. Die Vorfreude der ersten Tage am Morgen beim Aufstehen, was wohl heute in ihrem Kalender zu sehen war, das Erzählen beim Frühstück und das Tuscheln darüber mit ihrer besten Freundin fehlte ihr. Dieser kleine besondere Moment jeden Tag, denn sie mit ihren Eltern, mit ihrer Freundin teilen konnte.
Sicher sie konnte auch in diesem Jahr ihre Neugier kaum zügeln und sie war mehr als einmal versucht nur ein weiteres Fenster zu öffnen, aber sie spürte auch dass dieser kleine Glücksmoment jeden Morgen bis Heiligabend unwiederbringlich erloren wäre. Und sie freute sich jeden Tag auf das eine kleine Fenster.

Viel Spaß mit unseren Gedankensplittern zum 1. Advent.
Du hörst wieder von uns am 2. Adventssonntag.

Adventskranzvideo
Wenn du noch schnellnoch einen Adventskranz binden möchtest, hilft dir unser kleines Video weiter.

Adventskranzvideo

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