Advent, Weihnachten & Neues Jahr 2023

Hl. 3 Könige und Sternsingen

Am 6.01. ist der Drei-Königs-Tag. Sternsinger gehen von Haus zu Haus und bringen ihren Segen.
Mehr zur Sternsingeraktion findet ihr hier.

Und, falls ihr einen Impuls zum Thema Weihrauch sucht, könnt ihr hier mal nachschauen.

Der HERR hat mir geholfen, darum wollen wir singen und spielen, solange wir leben, im Hause des HERRN! Jesaja 38, 9-20

Ein Segelboot wird durch das unendliche Meer getrieben.

Der Wind pustet das kleine Boot vor sich her,

Weiter und weiter zieht es Richtung Horizont.

Das sorglose Treiben des Windes umfasst die Fahrt und die Gedanken,

als ob es nichts zu fürchten gäbe unter dem Firmament.

Der Genuss ist in diesem Moment größer als alle andere.

Doch die Witterung auf dem Meer ist unberechenbar und wild.

Manchmal bringt sie Unerwartetes mit sich

Dann müssen alle Segel heruntergelassen werden und man ist in sich selbst gefangen.

 

Durch Wolken, Finsternis, Stürme und Blitze ist die Ruhe des Segelns unterbrochen.

Plötzlich erkennst du dein Ziel und die Richtung dieser Fahrt nicht mehr. Die Sicherheit ist gebrochen.

Man ist ausgeliefert und kann an nichts festhalten.

Der Horizont verschwindet aus dem Visier.

Geduld und Haltung ist angefragt.

 

Aber die unberechenbare Natur bleibt ihrem Schöpfer treu.

Schritt für Schritt bewegen sich Boot und Sturm in verschiedene Richtungen.

Wo Finsternis und Chaos war ist es jetzt wieder ruhig und klar.

Das Meer und der Himmel sind wieder erkennbar

Das Boot treibt weiter zu seinem Ziel

Was bleibt, was uns bleibt ist die Erkenntnis, die Erfahrung und die Erinnerung an die machtlosen Momente des Segelns.

Jetzt wird klar, nur durch die Weisheit des Skippers wurden wir sicher durch alle Momente geführt und haben so den Weg zum Ziel nicht verloren.

 

Text & Bild: inspiriert Jesaja 38, 9-20

Eric da Silva de Lima

 

Impuls:

Im Buch Jesaja 38, 9-20 lesen wir das Danklied des Propheten Hiskias und erkennen dabei drei Phasen seines Lebens:

  • Die Phase, in der er das Leben lebt, als ob es kein Ende gäbe; alles ist selbstverständlich und sorglos.
  • Die Phase der Krankheit und des Hinterfragens: wo bist du Gott?
  • Und die Phase der Genesung, in der er erkennt, dass das Leben ein Geschenk Gottes ist und dafür dankt.

Momentan scheint für uns Alles so zu sein wie vor drei Jahren:
Es sind überall Weihnachtmärkte, der Stress der Jahresabschlussarbeiten im Job ist wieder da, die Hektik mit den Besorgungen der Geschenke und zahlreiche Weihnachtsfeiern und vieles mehr füllen unseren Alltag und Kopf. Nichts ist anders und zugleich doch anders!

Nach drei Jahren Pandemie und dem Beginn eines Krieges, der unweit entfernt unserer Haustür stattfindet, können wir von vielen verschiedenen schweren Momenten berichten: über die Sorgen der Gesundheit von geliebten Menschen als auch über unsere eigene. Wir können von Verlusten von Angehörigen und Freunden erzählen und über die unzähligen Einschränkungen unserer Freiheit sprechen, die uns in dieser dunklen Zeit begleitet haben, ohne zu erwähnen, dass dieser Krieg immer noch andauert.
Also, „Nichts ist anders und zugleich doch anders“!

Wenn ich das Leben des Propheten Hiskias betrachte, stelle ich mir die Frage in welcher Phase unseres Lebens befinden wir uns im Moment? Haben wir ihm etwas gelernt?

Hiskias zeigt uns wie wichtig es ist in jedem Moment unseres Lebens Kraft und Stärke bei Gott zu suchen. Hiskias erkennt nach seiner Krankheit, dass Gott in allen drei Phasen seines Lebens zugegen war, auch in den Momenten als er sich allein fühlte. 

Heute im Anschluss an diese starke Pandemie erblüht unser Leben wieder – gestalten wir es nun anders?

Besonders an Weihnachten erkennen wir Christen Gott und sein Liebe zu uns.

Ein Gott, der trotz aller Krisen, Katastrophen und Kriege uns zur Seite steht.

Ein Gott der Anfänge, der uns die Einfachheit zeigt; der uns heilt, wenn wir erkranken; der uns stärkt, wenn wir zweifeln; der uns hilft, wenn wir nicht wissen, wie es weitergeht. Ein Gott, der mit uns auf allen Wegen geht und uns begleitet.

Gott lass uns durch die Geburt deines Sohnes erkennen, dass Du mit uns lebst und durch Deinen Frieden alle Völker dieser Erde vereinst.

 

Text: 

Eric da silva de Lima 

 

Der HERR hat mir geholfen,

darum wollen wir singen und spielen,

solange wir leben, im Hause des HERRN!

Jesaja 38, 9-20

 

Wir die Jugendstellen Perlach, Giesing und Ottobrunn
wünschen Dir ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes Neues Jahr 2023.


Die Weihnachtsgeschichte

Die Weihnachtsgeschichte aus dem Evangelium nach Lukas (2,1-20)

1 Es geschah aber in jenen Tagen, dass ein Gebot vom Kaiser Augustus ausging, den ganzen Erdkreis aufzuschreiben. 2 Dieser Zensus war der erste, er geschah, als Quirinius über Syrien herrschte. 3 Und alle gingen, sich aufschreiben zu lassen, ein jeder in seine eigene Stadt. 4 Da ging auch Joseph aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, 5 um sich einzutragen mit Maria, seiner Angetrauten; die war schwanger. 6 Es geschah aber, als sie dort waren, dass sich die Tage erfüllten, dass sie gebären sollte, 7 und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen, und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, denn in der Herberge war kein Platz für sie. 8 Und Hirten waren in jener Gegend auf dem Felde bei den Hürden und hielten Nachtwachen bei ihrer Herde. 9 Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie, und sie fürchteten sich sehr. 10Und es sagte ihnen der Engel: „Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch eine große Freude, die dem ganzen Volk bereitet ist; 11denn heute ist euch der Retter geboren, der ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. 12Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden ein Kind, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegen.“ 13Und plötzlich war mit dem Engel die Fülle der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: 14„Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens.“ 15Und es geschah, als die Engel von ihnen fort in den Himmel gefahren waren, da sagten die Hirten untereinander: „Auf, lasst uns nach Bethlehem gehen und dieses Ereignis sehen, das der Herr uns kundgetan hat.“ 16Und sie kamen eilends und fanden Maria und Joseph und das Kind in der Krippe liegen. 17Als sie es aber sahen, gaben sie Kunde von dem Wort, das ihnen über dieses Kind gesagt worden war. 18 Und alle, die es hörten, staunten über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten. 19Maria aber bewahrte alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. 20Und es kehrten die Hirten zurück und priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie es ihnen gesagt worden war.

Übersetzung:  Thomas Söding

Podcast mitgehoertzugehoert - Weihnachtsspecial 22 - CREW

Unseren Podcast findet ihr unter anderem auf

SPOTIFY - DEEZER - APPEL Podcast 

über unseren RSS-Feed: https://jugendraum.podigee.io/feed/mp3

Klicke einfach auf das Bild um es anzuhören! 


Adventszeit 22

Chanukka das Weihnachten im Judentum?

Tradiotionsgemäß fällt das jüdische Lichterfest Channukka relativ zeitgleich zu unserem Weihnachten. Doch feiert man im Judentum etwas ganz anderes.

Man feiert die Wiedereinweihung des des zweiten jüdischen Tempels in Jerusalem im jüdischen Jahr 3597 (164 v. Chr.) nach dem erfolgreichen Makkabäeraufstand der Juden Judäas gegen hellenisierte Juden und Seleukiden.

Als die Juden wieder in den zurückeroberten Tempel kamen, fingen sie an, ihn wieder als Tempel aufzubauen. Dort fanden sie einen Ölleuchter und Öl für 1 Tag. Aber auf wundersame weise brannte das Öl 8 Tage lang.

Deshalb feiert man heute 8 Tage lang Channukka in der Familie und zündet jeden Tag, wenn der erstze Stern am Himmel erscheint, eine Kerze mehr an der Menora, einem 8-Armigen Leuchter an, ähnlich wie unserem Adventskranz.

In diesem Jahr feiert man vom 18.12 - 26.12. Channukka.

Wenn ihr mehr zum Channukkafest wissen wollt, könnt ihr euch dieses Video anschauen.

https://www.youtube.com/watch?v=1GyLZrjEfjg

Oder besucht doch die Webseite der jüdischen Gemeinde in München

https://www.ikg-m.de/

 

 

Segenssprüche zu Channukka

Während dem Anzünden der Kerzen werden folgende 3 Segenssprüche gesprochen:

 

Gepriesen seist Du, Ewiger, unser Gott, König der Welt, der Du uns geheiligt durch deine Gebote und uns geboten, das Chanukkahlicht anzuzünden.     

בָּרוּךְ אַתָּה ה', אֱ-לֹהֵינוּ מֶלֶךְ הָעוֹלָם, אֲשֶׁר קִדְּשָׁנוּ בְּמִצְוֹתָיו, וְצִוָּנוּ לְהַדְלִיק נֵר חֲנֻכָּה.


Gepriesen seist Du, Ewiger, unser Gott, König der Welt, der Du Wunder erwiesen unseren Vorfahren in jenen Tagen zu dieser Zeit.                                   

בָּרוּךְ אַתָּה ה' אֱ-לֹהֵינוּ מֶלֶךְ הָעוֹלָם, שֶׁעָשָׂה נִסִּים לַאֲבוֹתֵֽינוּ בַּיָּמִים הָהֵם בַּזְּמַן הַזֶּה.


Gepriesen seist Du, Ewiger, unser Gott, König der Welt, der Du uns hast Leben und Erhaltung gegeben und uns hast diese Zeit erreichen lassen.     

בָּרוּךְ אַתָּה יְיָ אֱלֹהֵינוּ מֶלֶךְ הַעוֹלָם שֶׁהֶחֱיָנוּ וְקִיְּמָנוּ וְהִגִּיעָנוּ לַזְּמַן הַזֶּה׃

 

Essen zu Channukka

Traditionsgemäß wird in Erinnerung an das Öl, alles fetthaltige gegessen.

Es gibt Latkes (Reiberdatschi), Sufganiyot (Krapfen) und weitere fetthaltige Spezialitä#ten.

Hierzu eine kleine Annekdote:

Im Gespräch mit einem jüdischen Jungen Mann, erzählte er, dass sein Vater, der aus Israel stammt, bei uns keine Reiberdatschi mag. Das ist für ihn wie bei uns die Plätzchen, die es ausschließlich in der Andventszeit schmecken.

Oder habt ihr schon mal Plätzchen oder Stollen im Juli gegessen?

 

Dreidel zu Channukka

Zu Channukka spielen vor Allem die Kinder mit einem Dreidel. Das ist ein Kreisel mit verschiedenen Symbolen.

Wenn ihr wissen wollt, wie man dieses Spiel spielt, findet ih hier eine Kurzanleitung:

https://www.youtube.com/watch?v=A0WGb5Pnmfc

Ein sehr bekanntes Kinderlied ist der Deidelsong. Hier könnt ihr euch den Dreidelsong und andere Channukkalieder anhören.

https://www.youtube.com/watch?v=DtlLHwk9_Rw

Die Hl. Lucia - 13.12.

Am 13.12. gedenkt man an die hl. Lucia. Ihr Name bedeutet übersetzt "die Leuchtende" die "Lichtträgerin". Sie bringt das Licht in die Dunkelheit der Winters. Der Legende nach lebte sie im dritten Jahrhundert in Syrakus auf Sizilien und bekannte sich früh zum Christentum.

Damals wurden Christen verfolgt und so brachte sie in ihre Verstecke Brot und andere Lebensmittel. Um in der Dunkelheit den Weg besser finden zu können und die Hände zum Tregen frei zu haben, setzte sie sich einen Lichterkranz auf den Kopf.

Sie war die Tochter einer angesehenen römischen Familie und sollte früh verheiratet werden, als ihr Vater starb. Sie war aber entsachlossen keusch zu leben, verschmähte den für sie bestimmten Ehemann und gründete eine Armen- und Krankenstation.

Als ihr verschmähter Bräutigam erfuhr, dass sie wegen des Christentums nicht heiraten wollte, zeigte er sie beim Statthalter an, was einem Todesurteil gleich kam. Sie wurde gefanngengenommen und schwer gefoltert, bis sie dann von einem Ochsenkarren zu tode geschleift wurde.

Die Heilige wird bei Augenleiden, Blutfluss, Halsschmerzen und Ruhr angerufen. Sie ist die Patronin der Armen, der Blinden, reuigen Dirnen, der kranken Kinder und der Städte Syrakus und Venedig.

Auch die Anwälte, Bauern, Elektriker, Glaser, Kutscher, Messerschmiede, Näherinnen, Pedelle, Polsterer, Sattler, Schneider, Schreiber und Weber haben sie zur Patronin.

Eine kleine Kindergeschichte zur Hl. Lucia findet ihr hier: https://youtu.be/C54WHOuPJ90

Brauchtum zur Hl. Lucia in Schweden

In Schweden und anderen norwegischen Ländern ist das Luciafest am 13. Dezember ein fester Bestandteil des vorweihnachtlichen Brauchtums. Hier werden weisse Gewänder getragen und es gibt Gebäck und Gesang. 

Die älteste Tochter der Familei stellt die Hl. Lucia dar. Mit einem langen weissen Kleid und Kerzenkranz auf dem Kopf weckt sie die Familie und bringt das Frühstück und Gebäck ans Bett.

Das Licht, das sie in die Zimmer bringt, gilt als Vorbote auf Weihnachten.

 

 

 

Auf den Fotos sehr ihr einen traditionellen Kerzenkranz und das Luciengebäck

Brauchtum in Bayern

In Bayern gibt es gleich zwei unterschiedliche Bräuche:

In Niederbayern wird die Hl. Lucia als eine Art Krampus genutzt. Die Bluadige Luzier ist neben dem Bluadigen Dammerl eine der Figuren, die in den sogenannten Rauhnächten erscheinen.

Sie besucht die Häuser und jagt den bösen Kindern Schreken ein. Dabei hat sie eine Sichel, die sie wetzt. 

 

 

 

 

 

In Freising hingegen gibt es den Brauch, kleine Häuser zu basteln, eine Kerze hineinzustellen und sie auf der Amper schwimmen zu lassen.

Von 1785 an rief die Bevölkerung dort die Heilige Lucia an, um sie um Schutz vor Überschwemmungen der Amper zu bitten.

Die Sache mit dem Schenken - Gedanken zum dritten Advent

Der Dritte Adventssonntag steht ganz im Zeichen der Freude:

GAUDATE - FREUT EUCH!
Der Herr ist nahe, es dauert nicht mehr lange.
Freut euch, etwas Großes wird  passieren.
Bereitet euch vor auf die Ankunft des Herrn.

Vorfreude auf Weihnachten. Auf das großartige Geschenk der überwältigenden Liebe Gottes zu uns Menschen, die Geburt Jesus Chtristus in einer Krippe in 

Wie kommt das Schenken in die Welt
Ein Geschek zu machen ist sicher älter als 2000 Jahre und in allen Kulturkreisen bekannt. Für uns Christen ist Schenken aber ganz eng mit der Weihnachtsbotschaft verbunden.
Die Geburt Jesu und noch mehr sein Leben und Sterben ist das Geschenk Gottes an die ganze Menschheit, Kern der Weihnachtsbotschaft. An Weihnachten einander zu beschenken, damit erinnern wir an diese Botschaft. Und dabei ist die Idee des Schenkens wohl das größte Geschenk.
Ich mache mir Gedanken um einen Anderen, eine Andere, überlege mir, mit was ich ihm oder ihr eine Freude machen kann und freue mich über deren Freude.
 

 

 

Geschichten vom Schenken

Geschichten zum (Ver)schenken

Der Weihnachtswichtel
An einem Morgen im Advent entdeckt Maximilian ein kleines Päckchen vor seiner Tür. "Für Maximilian von deinem Weihnachtswichtel" stand darauf. Weihnachtswichtel? Ganz aufgeregt packt Maximillian das kleine Päckchen auf. Komisch, die kleine Legofigur hatte er sich doch schon so lange gewünscht. Aber wer war dieser Weihnahtswichtel?  "Wer bist du" ruft Maximillian zur Türe hinaus. Aber da war niemand mehr. Maximillian wundert sich immer mehr. Wer war das, der im dieses tolle Geschenk vor die Türe gelegt hat.
"Das ist ein alter Adventsbrauch" erzählt im später sein Freund Jan. und fügt hinzu: "Aber du darfst nie erfahren, wer dein Wichtel ist!"
Das versteht Maximilian nicht. Er findet das blöde und er würde doch gerne  "Danke" sagen.
Doch Jan erwiedert ihm: "Ich finde es spannend und die Adventszeit ist doch eine Zeit der Geheimnisse, findest du nicht auch?" Geheimnisse mag Maximillian schon. Aber er ist auch zu neugierig. Wer ist bloß dieser Weihnachtswichtel? Maximillian schaut Jan an und entdeckt ein verschmitztes Grinsen. Eine Gedanke schießt ihm durch den Kopf. Ob wohl Jan der geheimnisvolle Weihnachtswichtel ist?
Da kommt ihm eine Idee. Morgen legt er ein Päckchen vor Jans Tür. Nie wird Jan erraten, dass er sein Weihnachtswichtel ist.

Voller Vorfreude sieht Maximilian das ratlose Gesicht seines Freundes vor sich. Und dann begreift er. "Komisch" murmelt er vor sich hin.
 „Schenken macht viel mehr Spaß als selbst etwas geschenkt zu bekommen. Da braucht man ja gar kein "Dankeschön".

 

Eine Geschichte vom Schenken und Beschenkt werden
Della weinte. Ein Dollar und 87 Cents. Das war ihre ganze Barschaft am Heiligen Abend. Wie sollte sie davon ein Geschenk für ihren Mann kaufen?
Mit verweinten Augen vor dem Spiegel stehend, kam ihr eine Idee. Es gab zwei Dinge, die ihr ganzer Stolz von Della und Jim waren: seine goldene Uhr und ihr wunderschönes, langes wallendes Haar.
„Ich verkaufe meine Haare“, sagte sie sich, „dann habe ich Geld, um ihm sein Weihnachtsgeschenk kaufen zu können“.
Gesagt, getan. Sie fand ein Geschäft, das Haar aufkaufte. 
Für das erworbene Geld kaufte sie für Jim die langersehnte Uhrkette für seine goldene Taschenuhr. Endlich würde er sie auch öffentlich zeigen können. 
Als Jim nach Hause kommt und seine Frau mit dem geschorenen Kopf sieht, wird er bleich. Nicht, weil er sie so nicht mehr leiden konnte, sondern wegen seines Weihnachtsgeschenkes für sie. Es sind die vielen kleinen Kämme und Spangen, vor denen sie oft bewundernd gestanden hatte. Sie hätten herrlich ausgesehen in ihren langen Haaren.
Della versucht ihn zu trösten: „Sie wachsen ganz schnell wieder nach“.
Und dann erzählt sie ihm, warum ihre Haare so kurz sind und reicht ihm das Päckchen mit der kostbaren Uhrkette. „Ist sie nicht ein Prachtstück, Jim? Ich habe die ganze Stadt abgesucht, bis ich sie gefunden habe. Du musst jetzt hundertmal am Tag auf die Uhr schauen“.
Jim lässt sich auf die Couch fallen. Aber dann huscht ein verschmitztes Lächeln über sein Gesicht. 
„Della“, sagt er, „wir wollen unsere Weihnachtsgeschenke wegpacken und eine Weile aufheben. Sie sind zu schön, als dass wir sie gleich benützen könnten. Ich habe die Uhr verkauft, um das Geld für deine Kämme zu bekommen."

 

Warum bis Weihnachten warten?

Warum bis Weihnachten warten?

Ein Geschenk zu bekommen, macht Freude:
Es zeigt mir, jemand denkt an mich, ich bin ihm wichtig, ich bin ihr wichtig. Das ist ein tolles Gefühl.

Also warum mit dem Schenken bis zur Weihnachtszeit warten oder zum Geburtstag.
Kleine Geschenke im Alltag machen Freude, zeigen ich mag dich, du bist mir wichtig:
Die Schokolade als kleine Aufmerksamkeit zwischendurch
Die kleine Geste der Zuneigung z.B. ein aufmuntender Blick oder ein Lächeln
Der Zuspuch, der wieder Mut macht
Die Einladung zum gemeinsamen kochen oder spazieren gehen
Die gemeinsame Zeit, die ich verschenke
...
Es müssen nicht immer die großen Gescheke sein.

Ideen für die Vorweihnachtszeit:

 Das Friedenslicht
Heute am dritten Advent kommt das Friedenslicht nach München in die Frauenkirche und danach vielleicht auch in deine Pfarrei. Dort kannst du es in den nächsten Tagen holen, an einer Kerze entzünden und zu einem anderen Menschen tragen, ein Zeichen des Friedens und der Hoffnung.
Weitere Informationen zum Friedenslicht findest du auf unserer Homepage.

Der Weihnachtsbaum to go
Diese Idee stammt vo einem ehemaligen Kollegen. Wir haben diese Bäumchen im vergangenen Jahr in der Weihachtszeit in einer Fußgängerzone verteilt. Es war wunderschön zu sehen, wie immer wieder ein Lächeln über die Gesichter der Beschenkten huschte.
Hier eine kleine Bastelanleitung.

Sternenschmuck für den Weihnachtsbaum oder die Weihnachtsgirlande
Ich feiere Weihnachten immer mit meiner Familie, meiner Schwester und meinem Schwager mit ihren Kindern und meiner Mutter. Seit Jahren schenke ich an den Adventssonntagen einen selbstgebastelten Stern für den Weihnachtsbaum unter dem wir gemeinsam feiern.
Bastelanleitungen für wunderschöne Sterne findest du im Internet.

DIE IDEE DES SCHENKENS - EINANDER GESCHENK SEIN

 

Du bist ein Geschenk

6. Dezember – Hl. Nikolaus

Mit dem Nikolaustag verbinden viele Kinder weltweit den Brauch, am Vorabend ihre geputzten Stiefel vor die Tür zu stellen, die dann in der Nacht vom Nikolaus mit Leckereien wie Schokolade, Lebkuchen und Nüssen gefüllt werden.

Bei uns in der Alpenregion Bayerns ist der heilige Mann vor allem wegen seinen düsteren Begleitern, den Kramperln, bekannt. Gemeinsam besuchen sie die Kinder, um sie zu Loben und zu Tadeln und bringen ein Nikolaus-Sackerl für jedes Kind mit.

Weihnachtsmannfrei Zone

Der heilige Nikolaus hat in der Weihnachtszeit mit einem starken Konkurrenten zu kämpfen, der außer seinem Äußeren nicht viel mit dem damaligen Bischof von Myra gemeinsam hat; dem Weihnachtsmann.

Der heilige Nikolaus war viel mehr als all das!

Er war ein angesehener Bischof, der durch seine vielen guten Taten bis in unsere Zeit hinein einer der beliebtesten Heiligen ist.

Er war bekannt für seine Nächstenliebe und uneigennützige Hilfsbereitschaft.

Seine Botschaft ist so jung geblieben, wie am ersten Tag - einfach Gutes tun!

 

Der Hl. Nikolaus wird gerne mit drei goldenen Äpfeln in der Hand dargestellt.

Aber was hat es mit den 3 Äpfeln auf sich?

„Einst lebte ein Mann, der drei Töchter hatte.

Er selbst war so krank, dass er nicht arbeiten

konnte und seine Frau war gestorben. So lebte

die Familie in großer Armut, denn ohne das

nötige Geld konnte der Vater seine drei Töchter

nicht versorgen. So blieb ihm in seiner Not

nichts anderes übrig als die Mädchen auf dem

Marktplatz als niederne Mägde anzubieten.

Der junge Nikolaus war zur gleichen Zeit

gerade Erbe eines großen Vermögens geworden

und ihm kam die Not der Mädchen zu Ohren.

Er beschloss sofort zu handeln und der Familie

zu helfen. In der Nacht trat er heimlich an das

geöffnete Fenster, hinter dem die drei Mädchen

tief und fest schliefen. Vorsichtig warf er drei

Goldklumpen hinein. Sie hatten die Form von

Äpfeln. Um die Mädchen nicht zu wecken,

schlich Nikolaus sich leise wieder davon. Am

nächsten Morgen entdeckte die jüngste Tochter

die reiche Gabe und weckte sogleich ihren Vater

und ihre beiden Schwestern. Die Erleichterung

der Familie war groß und die Not der drei

Mädchen schlagartig beendet. Sie mussten nie

wieder unlautere Dienste verrichten und ihr

Vater konnte seinen Töchtern nun sogar eine

reiche Aussteuer mitgeben. Und jede von ihnen

suchte und fand einen Gemahl, mit dem sie

fortan glücklich und zufrieden lebte.»

Der Hl. Nikolaus wird gerne mit drei goldenen

Äpfeln in der Hand dargestellt.

Aber was hat es mit den 3 Äpfeln auf sich?

 

Text in Anlehnung an VIVAT!: Sylvia Scheifler

Quelle: Advent in Tüten - Kath. Jugendstellen Berchtesgadener Land und im Landkreis Traunstein

 

Das Nikolausfest 2022 feiern

Hier haben wir Ideen für das Nikolausfest mit Kindern zusammengestellt, denn In diesem Jahr steht einer Feier mit dem Besuch des Heiligen Nikolaus hoffentlich nichts mehr im Weg. Viel Spaß beim Stöbern und Entdecken.

Klicken auf das Bild

2. Advent - Hl. Barbara

Heute, am 4.12. feiern wir die hl. Barbara. Sie gehört zu den 14 Nothelfern der katholischen Kirche.

Wer war die Hl. Barbara?

Der Überlieferung zufolge lebte Barbara als Tochter eines reichen Kaufmanns im 3. Jahrhundert in Nikomedien in der heutigen Türkei. Ihr Vater Dioscuros wollte Barbara verheiraten, aber sie wollte lieber ihr Leben Christus widmen. 

Ihr heidnischer Vater war mit ihrem Bekenntnis zum Christentum überhaupt nicht einverstanden. Trotz seiner teils grausamen Maßnahmen - so sperrte er sie z.B. jahrelang in einem Turm ein - behielt Barbara ihren christlichen Glauben bei. Da brachte sie ihr Vater vor Gericht und enthauptete sie schließlich eigenhändig. Später soll der Vater vom Blitz erschlagen worden sein.

Heute gilt die Hl. Bartbara als Schutzpatronin vieler Berufsgruppen wie Architekten, Bauarbeiter und Dachdecker. Auch für die Bergleute ist sie die Schutzheilige, sowie für die Gefangenen und Sterbenden.

Was haben Kirschzweige damit zu tun?

Am 4.12. schneidet man im Garten Kirschzweige ab und stellt sie in der warmen Wohnung ins Wasser. Diese fangen langsam an, ihre Knospen zu öffnen, so dass sie bis Weihnachten in voller Pracht blühen.

Im Winter stehen diese Zweige für Hoffnung und neues Leben. 

Dieser Brauch geht auf die Sage zurück, dass Barbara auf dem Weg ins Gefängnis an einem Kirschzweig hängen geblieben sein soll, die daraufhin abbrachen. Sie nahm die Zweige mit in ihr Gefängnis und stellte sie in ein Wasser. Am Tag Ihrer Enthauptung sollen sie in voller Pracht geblüht haben.

 

In manchen Regionen beschriften junge Frauen einzelne Barbarazweige mit den Namen ihrer Verehrer. Der Zweig der als erstes erblüht, soll dann als Entscheidung für den künftigen Ehemann gelten. 

Gedanken zum 1. Advent

 

Advent ohne Adventskranz: Fast Unvorstellbar.
Ich kenne viele, die in jedem Jahr ihren Adventskranz selbst binden und gestalten. Auch an der Jugendstelle Perlach haben wir uns in der vergangenen Woche dazu getroffen, gemeinsam gebunden und geratscht und uns auf den Advent eingestimmt. 
Der Adventskranz begleitet uns durch diese Zeit von Sonntag zu Sonntag: Vier Kerzen auf einem grünen, verzierten Tannenkranz.

Advent:
Eine Zeit der Vor-Bereitung
Eine Zeit der Er-Wartung
Eine Zeit der Vor-Freude

Aber:
Warum ist der Adventskranz rund?
Und woher stammt der Brauch?
Und warum vier Kerzen?

Die Geschichte des Adventskranzes
Angeblich hat Johann Hinrich Wichern, ein evangelischer Pfarrer aus Hamburg, den Adventskranz erfunden. Dort leitete er das "Rauhe Haus", ein Heim für bedürftige Kinder. Im Jahr 1839 kam ihm eine zündende Idee:
Er nahm ein altes Kutschenrad aus Holz und befestigte Kerzen darauf. Für die Sonntage nahm er große weiße Kerzen, für die Wochentage des Advents kleine rote. Dann hängte er das kerzengeschmückte Wagenrad an die Decke des Saals und zündete jeden Tag eine neue Kerze an. An den Sonntagen die großen weißen und an den Werktagen die kleinen roten.
Von Hamburg aus eroberte der Adventskranz das ganze Land, ab 1925 hielt er auch Einzug in die katholischen Kirchen.

Vier Kerzen für den Adventskranz
Ein Wagenrad war zu groß für die meisten Haushalte und so wurden die tannengeschmückten Kränze nur noch mit 4 Kerzen geschmückt: Eine für jeden Adventssonntag.
Dass es vier Sonntage sind, liegt an Papst Gregor I. Er verfügte im Mittelalter, dass der Advent, die Zeit der Vorbereitung auf die "Ankunft des Herrn", vier Sonntage haben soll.
Die Kerzen stehen für das Licht, das den Menschen an Weihnachten durch die Geburt Jesu geschenkt wird.

Und warum ist der Adventskranz rund
Auch dass der ursprüngliche Kranz ein rundes Wagenrad war, passte gut: Denn er hat  keinen Anfang und kein Ende.
So steht der Kranz als Bild für die Unendlichkeit Gottes und seine unendliche Liebe zu den Menschen.
Die Kreisform symbolisiert zudem auch den runden Erdkreis und ist eine Erinnerung an die Auferstehung von Jesus Christus, Symbol für das ewige Leben.

Ein Segensgebet, dass du bevor du die erste Kerze am 1. Adventssonttag entzündest, sprechen kannst
Guter Gott, von dir kommt alles Leben und in dir ist keine Finsternis.
Dieser Glaube führt uns zusammen und lässt uns mit Freude die Zeit des Advents beginnen.
Wir kommen zusammen, weil wir spüren, dass uns die Gemeinschaft näher zu dir bringt.
Wir kommen zusammen, weil wir um deinen Segen für unser Leben bitten.

Du lebendig machender Gott!
Segne diesen Kranz und lass die Tage des Advents für uns eine Zeit der Lebendigkeit werden.
Lebendigkeit, die hilft, dass sich Leben entfalten kann.
Lebendigkeit, die schützt, was durch Unachtsamkeit und Egoismus bedroht wird.
Du bist unser Leben – wachse in uns, wenn wir uns um den Kranz zusammensetzen.

Du Gott unserer Zukunft!
Segne diese grünen Zweige, damit sie uns zu einem Zeichen der Hoffnung werden.
Hoffnung auf ein sinnvolles und geglücktes Leben.
Hoffnung auf die Vollendung unseres Lebens die durch Jesus schon begonnen hat. 
Du bist unser Leben – wachse in uns, wenn uns die grünen Zweige des Adventkranzes zum Zusammensitzen einladen.

Du lichtvoller Gott!
Segne diese Kerzen, damit sie uns zum Zeichen deines Lichtes werden.
Licht, das uns Orientierung und Sicherheit schenkt.
Licht, das uns an Jesus erinnert, dem Licht unserer Welt.
Du bist unser Leben – wachse in uns, wenn wir das Licht der Adventkranzkerzen betrachte

So segne uns der uns liebende Gott,
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.
Auszug aus Mag. Erwin Löschberger, Graz, 2012

ER-WARTUNG
Advent ist die Zeit der Erwartung und der Vorfreude. Erwartung das heißt auch Warten und Warten können.
Bei der Vorbereitung zu diesen Impulsen hat uns Christine diese kleine Gechichte erzählt, eine Geschichte aus ihren Kindertagen von ihrer Mma.

Am 30. November saß Anne in ihrem Zimmer, in den Händen hielt sie ihren neuen, schönen und bunten Advenzskalender. Die Mama hat ihn ihr beim Gute-Nacht-Sagen gegeben und sagte dazu: "Ich bin sicher, in diesem Jahr wirst du nicht die Fenster deines Adventskalenders vorher alle auf einmal  aufmachen!" Anne erinnerte sich an das vergangene Jahr. Sie war so neugierig gewsen, was sich wohl hinter den einzelnen Türchen ihres Kalenders verbergen würde: ein Stern, eine Glocke oder vielleicht ein Engel, ein Spielzeug ... Und was an welchem Tag. Am 5. Dezember konnte sie ihre Neugier nicht mehr zähmen, sie machte alle Fenster auf einmal auf. Klar es war erst einmal toll gewesen, alle zu sehen. 
Ihre Elten waren traurig. Aber noch schlimmer war, dass sie selbst keine Freude mehr hatte an ihrem Kalender. Die Vorfreude der ersten Tage am Morgen beim Aufstehen, was wohl heute in ihrem Kalender zu sehen war, das Erzählen beim Frühstück und das Tuscheln darüber mit ihrer besten Freundin fehlte ihr. Dieser kleine besondere Moment jeden Tag, denn sie mit ihren Eltern, mit ihrer Freundin teilen konnte.
Sicher sie konnte auch in diesem Jahr ihre Neugier kaum zügeln und sie war mehr als einmal versucht nur ein weiteres Fenster zu öffnen, aber sie spürte auch dass dieser kleine Glücksmoment jeden Morgen bis Heiligabend unwiederbringlich erloren wäre. Und sie freute sich jeden Tag auf das eine kleine Fenster.

Viel Spaß mit unseren Gedankensplittern zum 1. Advent.
Du hörst wieder von uns am 2. Adventssonntag.

Adventskranzvideo
Wenn du noch schnellnoch einen Adventskranz binden möchtest, hilft dir unser kleines Video weiter.

Adventskranzvideo

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